Wir üben schon mal für die nächste Reise

Da wir nun schon so lange nicht mehr mit dem Wohnmobil unterwegs waren, sind wir gar nicht sicher, ob wir das überhaupt noch können. Also dachten wir uns, wir üben schon mal für die nächste Reise 🙂 Wegfahren können wir nicht, aber Zeit im vor dem Haus geparkten Wohnmobil verbringen sehr wohl. Die Kinder fanden es klasse!

Erster Versuch – Wir üben schon mal

Wir nähern uns zaghaft an. Zunächst sind wir nur mal für zehn Minuten ins Wohnmobil gegangen, um schon mal Wohnmobil-Luft einzuatmen. Die Luft riecht zum Glück nicht abgestanden, weil das Wohnmobil ja nicht so dicht ist wie ein Haus. Die Kinder gucken sich zunächst zaghaft um, dann wird aber gleich die Spielkiste rausgenommen und der Protest ist groß, als wir nach zehn Minuten schon wieder zurück ins Haus wollen.

Zweiter Versuch – Wir üben schon mal

Diesmal sind wir schon mutiger und planen ein Abendessen im Wohnmobil. Erst mal ganz unspektakulär eine Brotzeit. Die Nachbarn haben etwas irritiert zugesehen, wie wir mit Tabletten voll Essen im Wohnmobil verschwunden sind 🙂 Das Essen war richtig gemütlich und hat uns Lust auf mehr Zeit im Wohnmobil gemacht.

Dritter Versuch – Wir üben schon mal

Wieder ein Essen im Wohnmobil. Diesmal leckere Apfel- und Bananenpfannkuchen. Die Kinder waren begeistert. Danach sind wir noch lange im Wohnmobil geblieben, die Kinder haben in Ruhe gespielt und wir Erwachsenen konnten uns mal in Ruhe unterhalten. Seitdem fragt uns unsere Große regelmäßig, wann wir wieder im Wohnmobil essen und spielen.

Unser Fazit

Also Zeit im Wohnmobil verbringen können wir noch 🙂 Und es gefällt uns noch genau so gut wie früher. Jetzt wäre es nur noch schön, wir könnten das Wohnmobil auch mal an einen anderen Ort bewegen. Es muss ja nicht gleich eine Auslandsreise sein, aber eine Reise im eigenen Bundesland wäre auch schon eine willkommene Abwechslung!

Kochen im Wohnmobil

Das Kochen im Wohnmobil hat mich anfangs vor eine Herausforderung gestellt. Ich war nie begeistert von Fertiggerichten und es war mir daher immer wichtig, frisch für uns zu kochen, was mir mit dem beengten Platz im Wohnmobil aber zunächst schwer fiel. Mittlerweile liebe ich es im Wohnmobil zu kochen!

Andere Voraussetzung als zu Hause

Als Wohnmobil-Neuling war ich es früher nicht gewöhnt mit Gas zu kochen. Mittlerweile haben wir auch zu Hause einen Gasherd, aber damals war es eine große Umstellung für mich und ich musste mich erst daran gewöhnen, die Temperatur ganz anders regulieren zu müssen und keine Restwärme mehr nutzen zu können. Außerdem war ich es von zu Hause gewöhnt eine große Arbeitsfläche zu haben und nicht nur die wenigen Zentimeter zwischen Herd und Spüle. Auch an die Vorräte komme ich im Wohnmobil viel schlechter ran als zu Hause. Dafür ist der Kühlschrank aber so nah, dass ich fast gleichzeitig weiter kochen und etwas aus dem Kühlschrank nehmen kann 🙂
Was ich liebe ist die Nähe zu den anderen Mitreisenden. Während des Kochens nicht alleine in der Küche zu stehen, sondern mittendrin zu sein, sich unterhalten zu können und die Kinder auch noch ganz gut im Blick zu haben.

Frühstück zubereiten im Wohnmobil
Zubereitung unseres warmen Frühstücks

Neue Arbeitsschritte beim Kochen im Wohnmobil

Ich habe mich recht schnell daran gewöhnt im Wohnmobil anders zu kochen als zu Hause. Auch im Wohnmobil koche ich frisch, aber ich bereite alles viel besser vor. Während ich zu Hause oft den Herd schon anstelle, wenn ich noch gar nichts vorgeschnippelt habe und dann nach und nach das Gemüse schneide und direkt in die Pfanne gebe, arbeite ich im Wohnmobil mehr vor. Ich schneide erst schon größere Mengen Gemüse, bevor ich den Herd einschalte. Das macht das Kochen auf dem begrenzten Platz viel entspannter.
Außerdem habe ich mir angewöhnt einige Dinge anders zu kochen als zu Hause, da wir im Wohnmobil nur drei Kochfelder haben und je nach Pfannen- oder Topfgröße sogar nur zwei davon nutzen können. So gebe ich im Wohnmobil zum Beispiel das Gemüse für die Nudeln direkt mit ins Nudelwasser statt es separat anzubraten. Das heiße Nudelwasser gießen wir wenn immer es möglich ist nicht in der Spüle ab sondern machen das lieber draußen.

Kochen im Freien

Wenn wir auf einem Campingplatz sind, koche ich auch gerne im Freien. Das gibt mir ein besonders Ferien-Gefühl und das Wohnmobil stinkt nach dem Kochen nicht nach Essen 🙂 Wir haben einen kleinen Gaskocher für draußen, den wir im Vorzelt oder einfach so vor dem Wohnmobil aufbauen. Das Kochen dauert hier etwas länger und ich muss mehr Dinge hin- und hertragen, aber im Urlaub hat man ja auch mehr Zeit. Damit die Flamme nicht vom Wind ausgeblasen wird oder der Wind das Kochen noch weiter verlangsamt, haben wir um den Kocher einen Windschutz.

Essen zubereiten im Wohnmobil
Kochen im Wohnmobil mit Kind

Kochen im Wohnmobil für die Familie

Was aktuell immer schwieriger für mich wird ist das Kochen im Wohnmobil für die ganze Familie. Als wir noch zu zweit unterwegs waren, war es leicht die benötigten Mengen zu kochen. Jetzt zu viert und mit sehr verschiedenen Vorlieben der einzelnen Familienmitglieder komme ich mit den drei Kochfeldern immer schwerer zurecht. Nicht nur, dass ich größere Mengen kochen muss und die Kinder vieles nicht mögen, was uns Erwachsenen schmeckt. Wir haben auch noch die besondere Situation, dass zwei Familienmitglieder kein Gluten vertragen und eines keine Milchprodukte. Da ist es nicht immer leicht, sich auf zwei bis drei Töpfe oder Pfannen zu beschränken.
Man wächst ja an seinen Aufgaben und es ist eine tolle Chance für Kochexperimente.

Wie handhabt Ihr das Kochen im Wohnmobil? Kocht Ihr viel oder geht Ihr mehr auswärts Essen oder greift auf Fertiggerichte zurück?

Essenszubereitung im Wohnmobil

Campingplatz oder besser Wohnmobil-Stellplatz?

Wo übernachtet man mit dem Wohnmobil am besten? Auf einem Campingplatz oder besser auf einem Wohnmobil-Stellplatz? Hier findet Ihr unsere Pros und Contras.
Wohnmobil-Neueinsteiger finden in diesem Beitrag weitere Infos dazu, was Wohnmobil-Stellplätze überhaupt sind.

Pro Campingplatz

Ein Campingplatz ist im allgemeinen ein geschützter Bereich. Er ist von einem Zaun umgeben und der Zutritt ist beschränkt. Das macht ihn gerade für Familien mit Kindern zu einem recht sicheren Ort, an dem die Kinder, je nach Alter, auch mal alleine unterwegs sein können.

Da die meisten Personen, die einen Campingplatz anfahren, für mehrere Tage oder sogar Wochen anreisen, entsteht schnell ein guter Kontakt zu den Nachbarn und Kinder finden leicht Spielkameraden.

Campingplätze sind im allgemeinen gut ausgestattet mit Waschhäusern, Einkaufsmöglichkeiten, Restaurants, Spielplätzen, Möglichkeiten zum Wäschewaschen, etc. Es gibt eine Rezeption, wo man Informationen erhalten kann. Auf seinem Platz kann man es sich gemütlich machen, ein Vorzelt aufbauen, Tische und Stühle rausstellen, Grillen, etc.

Contra Campingplatz

Die Kosten für Übernachtungen auf dem Campingplatz sind meist deutlich höher als auf einem Stellplatz. Außerdem muss man zumindest in der Hauptsaison oft schon recht frühzeitig buchen, um noch einen Platz zu bekommen.

Die Anreise ist im Normalfall nur zu festen Zeiten möglich. Oft gibt es eine Mittagsruhe, während der nicht gefahren werden darf und auch am späten Abend und in der Nacht kann nicht angereist werden.
Viele Campingplätze sind im Winter geschlossen.

Pro Stellplatz

Wenn man Stellplätze nutzt, ist man sehr flexibel. Im Normalfall ist keine vorherige Reservierung nötig beziehungsweise meist auch nicht möglich. Die Anreise ist auf den meisten Stellplätzen rund um die Uhr möglich. Nur selten gibt es Einschränkungen bei Anreisen zu später Stunde oder in der Nacht.
Während viele Campingplätze nur in den Sommermonaten geöffnet haben, sind Stellplätze meist das ganze Jahr über nutzbar.

Stellplätze sind im allgemeinen preislich viel günstiger als Campingplätze. Viele Stellplätze können sogar kostenfrei genutzt werden. Bei den Preisen gibt es eine sehr breite Spanne.

Viele Stellplätze sind zentraler gelegen als Campingplätze. Meist liegen sie nah am oder im Stadtzentrum oder nah an Sehenswürdigkeiten. Auch Einkaufsmöglichkeiten sind häufig nicht weit entfernt.

Contra Stellplatz

Teilweise ist die Verweildauer auf Stellplätzen auf wenige Nächte begrenzt. Es lohnt sich, dies vorab zu prüfen, wenn man plant länger zu bleiben.

Die Ausstattung eines Stellplatzes ist oft viel rudimentärer als die eines Campingplatzes. Mit dem Wohnmobil ist man jedoch zumindest eine zeitlang autark und nicht auf den Service der Campingplätze angewiesen. Die Möglichkeit der Ver- und Entsorgung ist aber auf den meisten Wohnmobil-Stellplätzen gegeben.

Viele Stellplätze sind nicht klar abgegrenzt und bewacht, so dass sie nicht so sicher wie Campingplätze sind.

Auf Stellplätzen ist es nicht gestattet ein Vorzelt aufzubauen. Teilweise gibt es auch andere Einschränkungen, zum Beispiel dass nicht gegrillt werden darf.

Bei Stellplätzen muss man flexibler auf die Gegebenheiten reagieren können. Während man beim Campingplatz meist im voraus weiß, was einen erwartet, gibt es unglaubliche Unterschiede bei Stellplätzen. Vom Parkplatz, auf dem man kaum erkennen kann, wo man übernachten soll, zum Luxus-Stellplatz, der einem Campingplatz an Ausstattung nicht nachsteht. Von Stellplatz zu Stellplatz ist es auch sehr unterschiedlich wie man sich anmeldet, wie und wo bezahlt wird, etc.

Eure Meinung

Wo übernachtet Ihr lieber? Auf dem Campingplatz oder lieber auf einem Wohnmobil-Stellplatz? Wie sind Eure Erfahrungen?

Campingplatz vs Stellplatz

Ein Wohnmobil-Blog in Corona-Zeiten – Fortsetzung

Fast drei Monate ist es her, seit ich meinen Beitrag “Ein Wohnmobil-Blog in Corona-Zeiten” geschrieben habe. Damals waren wir im Teil-Lockdown und ich hatte die Hoffnung, dass die Einschränkungen bald gelockert werden und wir wieder reisen können. Einige Wochen später sieht es nun leider überhaupt nicht besser aus. Wir haben seit langem einen richtigen Lockdown. Es ist noch kein Ende in Sicht, obwohl der Frühling naht. Aktuell ist gerade schon wieder eines der Kinder in Quarantäne. Unsere dritte Quarantäne in den letzten Monaten.

Für mich wird es immer schwieriger meinen Blog weiter zu schreiben. Wie schreibt man einen Wohnmobil-Blog in Corona-Zeiten? Es gibt keine neuen Reisen, über die ich berichten kann. Es gibt zwar noch einige Stellplätze, die ich gerne vorstellen würde, ich habe aber keine Fotos von ihnen. Damals als wir die Stellplätze besucht haben, hatte ich meinen Blog noch nicht begonnen. Der Plan war ja eigentlich, dass wir viel umher reisen und ich dann brandaktuell von den Stellplätzen berichten kann, die wir besucht haben.

Gerade jetzt wo das Wetter schöner wird, können wir es kaum noch erwarten, endlich wieder losfahren zu können. Es müssen ja keine Auslandsreisen sein (auch wenn das natürlich sehr schön wäre), aber wenn wir wenigstens wieder innerhalb Deutschlands herumreisen könnten. Unsere ältere Tochter kennt Wohnmobilreisen ja schon länger, aber die Kleine muss sich vermutlich erst nochmal neu daran gewöhnen, nach der langen Pause. Ich habe so Sehnsucht nach unserem Wohnmobil, dass ich schon überlegt habe, einfach mal einen Wohnmobiltag einzulegen, an dem wir Zeit im Wohnmobil verbringen, dort gemütlich essen, das alles aber ohne mit dem Wohnmobil zu fahren.

Wir scharren auf jeden Fall schon mit den Hufen und werden wohl gleich losfahren, wenn es wieder möglich ist. Vermutlich keine langen Fahrten, aber schon kleinere Wochenendausflüge in der näheren Umgebung wären eine super Abwechslung. Mal wieder die Familie besuchen, zu einem nahe gelegenen Tierpark fahren, einfach mal aus dem Haus rauskommen in die Natur.

Wie steht es also aktuell um meinen Wohnmobil-Blog in dieser Corona-Zeit? Ich bleibe optimistisch, werde weiterhin wöchentlich einen Beitrag posten und kann Euch hoffentlich möglichst bald wieder auf unsere Reisen mitnehmen und Euch neue Anregungen für Eure Wohnmobilreisen mit Kindern geben. Wir freuen uns schon sehr darauf!

Wie geht es Euch damit nicht reisen zu können? Plant Ihr schon Eure nächsten Reisen? Oder wartet Ihr lieber erst mal noch ab?

Blog und Corona