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Wohnmobil besser als Hotel?

Ist das Übernachten im Wohnmobil besser als im Hotel? Heute möchten wir Euch erzählen, warum wir so gerne mit dem Wohnmobil reisen und was für uns Wohnmobilreisen attraktiver macht als Übernachtungen im Hotel.

Grundausstattung immer dabei

Ein wichtiger Aspekt ist für uns, dass wir eine gewisse Grundausstattung im Wohnmobil immer dabei haben. Manches wird einem im Hotel natürlich auch gestellt, aber beispielsweise eine Spielkiste für die Kinder, Hygieneartikel, Kinder-Schlafsäcke oder ein Stillkissen als Rausfallschutz im Bett sind Dinge, die wir sonst extra einpacken müssten.

Vertrautheit für die Kinder

Unseren Kindern ist das Wohnmobil vertraut und sie müssen sich nicht so umstellen, wie sie es bei Hotelübernachtungen tun müssten. Besonders die gewohnte Schlafumgebung macht für uns das Reisen angenehmer. Wir müssen nicht erst prüfen, wie wir ein Hotelbett rausfallsicher machen können und das Einschlafen klappt meist genau so schnell (oder auch langsam) wie zu Hause.

Selbstversorgung

Wir genießen es sehr, uns im Wohnmobil selbst versorgen zu können. Da ein paar von uns Nahrungsunverträglichkeiten haben, ist es leichter, selbst kochen zu können. Außerdem entspricht unsere Ernährung auch nicht dem Standard, der in den meisten Hotels geboten wird.

Urlaub bereits ab der Abfahrt

Für uns beginnt der Urlaub im Wohnmobil direkt nach der Abfahrt. Viele Wohnmobilisten kennen das Phänomen, kaum ist man eingestiegen und hat die ersten Kilometer hinter sich gebracht, da ist schon das Urlaubs-Feeling voll da und man schaltet um auf Urlaubsmodus.

Übernachtungen auf dem Weg zum Ziel

Da wir mit dem Wohnmobil sehr flexibel sind, gucken wir bei längeren Fahrten oft spontan, wie weit wir an einem Tag fahren können und legen dann Zwischen-Übernachtungen ein, wenn sie gebraucht werden. Oft können wir vorab gar nicht absehen, ob es entspannt möglich ist vier Stunden zu fahren, oder vielleicht auch nur mal zwei.

Große Dinge mitnehmen

Mit dem Wohnmobil können wir viel größere Dinge mit in den Urlaub nehmen, als es mit dem Auto möglich wäre. So haben wir bei längeren Reisen normalerweise immer unsere Fahrräder und einen Fahrradanhänger dabei, außerdem in letzter Zeit auch noch ein Kinderfahrrad und ein Laufrad.

Übernachtung an schönen Flecken

Mit dem Wohnmobil ist man meist viel näher an der Natur oder an schönen Landschaften. So standen wir in Frankreich schon auf einem Strand direkt am Meer, in Italien mitten in einem wunderschönen Pinienwald oder schon häufig sehr nah an Flüssen, wo wir den Schiffen zuschauen konnten.

Urlaub der Sonne hinterher

Mit dem Wohnmobil sind wir so flexibel, dass wir die Reiseplanung je nach Wetter auch mal spontan ändern. Ist uns das Wetter zu schlecht und auch länger schlecht gemeldet, prüfen wir oft, ob es in anderen Regionen besser ist und ändern dann entsprechend unsere Reiseroute.

Anderes Packen

Last but not least, liebe ich es unser Wohnmobil peu à peu packen zu können. Gerade wenn absehbar ist, dass am Abreisetag nicht viel Zeit sein wird, fange ich häufig schon sehr frühzeitig damit an, nach und nach Dinge ins Wohnmobil zu bringen. Somit ist ein viel entspannteres Packen möglich. Hier erfahrt Ihr mehr dazu, wie wir packen und auch unsere Packliste ist online.

Fazit: Wohnmobil besser als Hotel?

Für uns kommen wir aktuell zu dem Ergebnis, dass Wohnmobilreisen für uns die bessere Wahl sind als Reisen mit Hotelübernachtungen. Vielleicht kommen auch mal Zeiten, wo ich mich darauf freue, keine Betten im Wohnmobil beziehen zu müssen oder selbst zu kochen, aber derzeit ist das Wohnmobil für uns der absolute Favorit.

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Wohnmobil oder Wohnwagen?

Womit lässt es sich besser verreisen? Mit dem Wohnmobil oder Wohnwagen? Wir möchten Euch zeigen, was uns bei der Entscheidung wichtig war und welche Kriterien für die beiden Varianten sprechen.

Als bei uns vor sechs Jahren die Entscheidung gefallen ist, dass wir keinen Hotel-Urlaub mehr machen möchten, war für uns gleich klar, dass wir ein Wohnmobil und keinen Wohnwagen haben möchten. Damals waren wir nur zu zweit. Wir wollten immer an verschiedenen Orten übernachten, mobil und autark sein und weite Reisen machen. Mit zwei kleinen Kindern sehen wir mittlerweile auch die Vorzüge von Wohnwagen. Hier unsere Pros und Contras:

Pro Wohnmobil

  • Man kann vom Fahrerhaus einfach in den Wohnbereich durchgehen, ohne wie beim Wohnwagen das Auto verlassen zu müssen. Gerade bei schlechtem Wetter oder an unsicheren Orten ist das für uns ein wichtiger Punkt.
  • Man ist agiler und kann manche Pässe hochfahren, die für Gespanne gesperrt sind.
  • Mit dem Wohnmobil ist man eine zeitlang autark.
  • Ein Wohnmobil lässt sich leichter fahren und einfacher rangieren.
  • Man hat die Möglichkeit auf Wohnmobil-Stellplätzen zu übernachten, die häufig keine Wohnwagen zulassen.
  • Es ist leichter an der Strasse oder auf Parkplätzen zu übernachten.
  • Es muss nichts an- und abgekoppelt werden.
  • Ein Wohnmobil darf an der Strasse geparkt werden.

Contra Wohnmobil

  • Wohnmobile sind in der Anschaffung teuer.
  • Auch die Wartung, Versicherung und Steuer belastet den Geldbeutel.
  • Steht ein Wohnmobil erst mal auf einem Campingplatz, ist es recht aufwändig, es für Einkaufsfahrten oder kürzer Ausflüge zu nutzen.
  • Wenn das Fahrzeug nicht mehr fahrtüchtig ist, kann das ganze Wohnmobil nicht mehr genutzt werden.

Pro Wohnwagen

  • Steht man länger auf einem Campingplatz, bleibt man mit dem Auto sehr mobil. Man kann das Auto für Einkäufe oder Ausflüge nutzen oder bei schlechtem Wetter Indoor-Freizeitziele ansteuern.
  • Ein Wohnwagen ist in der Anschaffung und auch bei den laufenden Kosten wesentlich günstiger als ein Wohnmobil.
  • Ein Wohnwagen kann im allgemeinen länger genutzt werden, als ein Wohnmobil. Wenn es gut gepflegt wird, überdauert es mehrere PKWs.
  • Bei gleicher Länge, hat man im Wohnwagen deutlich mehr Platz.
  • Wohnwagen haben meist einen guten Wiederverkaufswert aufgrund des geringen Verschleißes.

Contra Wohnwagen

  • Man ist häufig nicht autark.
  • Wohnwagen dürfen nicht wie Wohnmobile dauerhaft an der Strasse geparkt werden.
  • Manche Strassen dürfen mit dem Gespann nicht befahren werden.
  • Das Rangieren ist deutlich komplizierter.
  • Man braucht einen Führerschein für Gespanne.

Fazit zu Wohnmobil oder Wohnwagen

Sowohl Wohnmobile als auch Wohnwagen haben Vor- und Nachteile. Wir bereuen unsere Entscheidung für ein Wohnmobil nicht und würden uns auch erneut eines kaufen. Wir sehen mittlerweile als Familie aber durchaus auch den Reiz von Wohnwagen. Mit Kindern kann es Vorteile haben, länger an einem Ort zu bleiben, damit sie dort andere Kinder zum Spielen kennenlernen können.
Uns ist es dennoch wichtig, flexibel zu bleiben und sowohl die Möglichkeit zu haben, länger auf einem Campingplatz stehen, als auch jeden Tag ein neues Ziel anzusteuern zu können.

Habt Ihr ein Wohnmobil oder einen Wohnwagen? Welche Kriterien waren für Euch bei der Entscheidung wichtig?

Pin Wohnmobil

Campingplatz Südsee-Camp

Den Wohnmobil-Stellplatz Übernachtungsoase Südsee-Camp hatten wir Euch bereits hier vorgestellt. Nun möchten wir von dem Campingplatz Südsee-Camp berichten.

Lage

Der Campingplatz liegt in der Lüneburger Heide in Niedersachsen zwischen Hamburg, Hannover und Bremen. Die Gegend um die Gemeinde Wietzendorf lädt ein zum Spazieren und Radfahren.

Der Campingplatz

Das Südsee-Camp ist ein sehr großer Campingplatz. Für uns das Highlight des Platzes ist sein schöner Natur-Badesee mit Sandstrand und Kinder-Badebucht. Der See ist 3,5 Hektar groß. Die Kleinen können hier nicht nur schwimmen und planschen. Es gibt auch einen Spielplatz direkt am See und ein Piratenschiff, das Kinder erobern können.

Im Südsee Camp ist Urlaub mit dem Zelt, Wohnwagen und Wohnmobil möglich. Außerdem gibt es Unterkünfte, die gemietet werden können. Der Campingplatz ist in verschiedene Gebiete unterteilt, die einen unterschiedlichen Charme haben. Es gibt Plätze um den See, Plätze mit vielen Bäumen, Plätze mit viel Sonne, etc. Besucher können auswählen, ob sie einen parzellierten oder unparzellierten Platz bevorzugen. Die Gebiete haben teilweise wunderschöne Namen. Es gibt zum Beispiel den Märchenwald, die Pilzwiese und das Rosen-Camp. Alle Gebiete verfügen über Waschhäuser, in denen es teilweise Automaten zur Reinigung der Chemie-Toilette gibt.

Am See gibt es ein Restaurant, von dessen Terrasse aus man einen guten Blick auf den See hat. Außerdem gibt es am See die Strandbar und das Insel-Restaurant. Der Campingplatz hat ein großes Service-Angebot. Vom Fahrrad- und Autoverleih, über ein Fitnessstudio und Schwimmbad, Einkaufsmöglichkeiten und Animationsprogramme, wird einiges geboten.

Angebot für Kinder

Es gibt ein breites Angebot für Kinder. Für die Kleinen gibt es mehrere Spielplätze und das Kinderparadies im Schwimmbad. Außerdem kann auf einer tollen Trampolinanlage gehüpft werden. Das hat unserer Großen besonders gut gefallen.

Für größere Kinder gibt es einige Sportmöglichkeiten wie zum Beispiel Fußball, Basketball, Beachvolleyball, Tischtennis oder Tennis. Außerdem einen Hochseilgarten, Minigolf und eine Reitanlage. Ein umfassendes Kinder-Animationsprogramm sorgt dafür, dass keine Langeweile aufkommt.
Wer den Platz mit Gokarts unsicher machen will, hat die Möglichkeit sie sich vor Ort auszuleihen.

Adresse

Südsee-Camp 1
29649 Wietzendorf

https://www.suedsee-camp.de/

Campingplatz Lüneburger Heide


5 Dinge, auf die wir im Wohnmobil nicht mehr verzichten wollen

Heute wollen wir Euch unsere 5 Dinge vorstellen, auf die wir im Wohnmobil nicht mehr verzichten wollen.

1. Ablage in der Küche

In unserem Wohnmobil kann man die Abdeckung der Spüle oberhalb der Spüle an der Rückseite der Sitzbank einhaken und hat damit eine kleine zusätzliche Ablagefläche. Das ist beim Kochen ungemein praktisch, da die Arbeitsfläche in der Wohnmobilküche doch sehr klein ist. Wir haben die Ablage bei jedem Kochen im Einsatz. Wäre sie nicht schon beim Kauf eingebaut gewesen, hätten wir uns eine solche Ablage nachträglich eingebaut.

2. SOG

Viele Wohnmobilisten werden SOG (unbezahlte Markennennung) kennen. Wir sind begeistert davon. Beim Öffnen des Toilettenschiebers schaltet sich automatisch ein Lüfter ein, der unangenehme Gerüche durch den im Fäkalientank erzeugten Unterdruck absaugt. So stinkt nichts und wir kommen in unserer Wohnmobil-Toilette normalerweise komplett ohne Chemie aus. Nur in ganz seltenen Fällen, wenn die Temperaturen sehr hoch sind, haben wir mal zusätzlich Chemie eingesetzt.

3. Keramik-Geschirr und Gläser aus Glas

Für uns war schnell klar, dass wir im Wohnmobil nicht von dem üblichen Kunststoff Camping-Geschirr essen und erst recht nicht aus Plastikgläsern trinken wollen. Auch wenn man bei der Ausstattung des Wohnmobils auf die Zuladung achten muss, war es uns wichtig “normales” Geschirr und “normale” Gläser zu nutzen. Dazu gibt es sicherlich unterschiedliche Meinungen, aber uns schmecken das Essen und Getränke daraus einfach besser. Für die Kinder haben wir noch Kunststoff-Teller mit, aber werden wohl bald auch für sie darauf verzichten.

4. Schuhhalter im Eingangsbereich

Um dem Schuh-Chaos im Eingangsbereich Herr zu werden, haben wir an der Wand im Eingangsbereich 3D-gedruckte Schuhhalterungen angebracht. Sie helfen uns, dass der Eingangsbereich leer bleibt und man beim Betreten des Wohnmobils nicht erst über die Schuhe der ganzen Familie klettern muss. Wenn Ihr mehr dazu erfahren wollte, schaut Euch diesen Beitrag an.

5. Sicherungsnetz am Hubbett

Nachdem unsere ältere Tochter geboren wurde, haben wir unser Hubbett mit einem Netz gesichert, damit sie im Schlaf nicht rausfallen konnte. Mehr dazu hier. Aktuell nutzen wir das Hubbett gar nicht zum Schlafen, aber wir nutzen das Sicherungsnetz dennoch gerne, wenn unsere Kleine auf dem Hubbett spielt. So können wir sicher sein, dass sie im Spiel nicht vom Bett fällt.

Was sind für Euch 5 Dinge, auf die Ihr im Wohnmobil nicht verzichten wollt?

Dinge im Wohnmobil

Wir üben schon mal für die nächste Reise

Da wir nun schon so lange nicht mehr mit dem Wohnmobil unterwegs waren, sind wir gar nicht sicher, ob wir das überhaupt noch können. Also dachten wir uns, wir üben schon mal für die nächste Reise 🙂 Wegfahren können wir nicht, aber Zeit im vor dem Haus geparkten Wohnmobil verbringen sehr wohl. Die Kinder fanden es klasse!

Erster Versuch – Wir üben schon mal

Wir nähern uns zaghaft an. Zunächst sind wir nur mal für zehn Minuten ins Wohnmobil gegangen, um schon mal Wohnmobil-Luft einzuatmen. Die Luft riecht zum Glück nicht abgestanden, weil das Wohnmobil ja nicht so dicht ist wie ein Haus. Die Kinder gucken sich zunächst zaghaft um, dann wird aber gleich die Spielkiste rausgenommen und der Protest ist groß, als wir nach zehn Minuten schon wieder zurück ins Haus wollen.

Zweiter Versuch – Wir üben schon mal

Diesmal sind wir schon mutiger und planen ein Abendessen im Wohnmobil. Erst mal ganz unspektakulär eine Brotzeit. Die Nachbarn haben etwas irritiert zugesehen, wie wir mit Tabletten voll Essen im Wohnmobil verschwunden sind 🙂 Das Essen war richtig gemütlich und hat uns Lust auf mehr Zeit im Wohnmobil gemacht.

Dritter Versuch – Wir üben schon mal

Wieder ein Essen im Wohnmobil. Diesmal leckere Apfel- und Bananenpfannkuchen. Die Kinder waren begeistert. Danach sind wir noch lange im Wohnmobil geblieben, die Kinder haben in Ruhe gespielt und wir Erwachsenen konnten uns mal in Ruhe unterhalten. Seitdem fragt uns unsere Große regelmäßig, wann wir wieder im Wohnmobil essen und spielen.

Unser Fazit

Also Zeit im Wohnmobil verbringen können wir noch 🙂 Und es gefällt uns noch genau so gut wie früher. Jetzt wäre es nur noch schön, wir könnten das Wohnmobil auch mal an einen anderen Ort bewegen. Es muss ja nicht gleich eine Auslandsreise sein, aber eine Reise im eigenen Bundesland wäre auch schon eine willkommene Abwechslung!

Campingplatz oder besser Wohnmobil-Stellplatz?

Wo übernachtet man mit dem Wohnmobil am besten? Auf einem Campingplatz oder besser auf einem Wohnmobil-Stellplatz? Hier findet Ihr unsere Pros und Contras.
Wohnmobil-Neueinsteiger finden in diesem Beitrag weitere Infos dazu, was Wohnmobil-Stellplätze überhaupt sind.

Pro Campingplatz

Ein Campingplatz ist im allgemeinen ein geschützter Bereich. Er ist von einem Zaun umgeben und der Zutritt ist beschränkt. Das macht ihn gerade für Familien mit Kindern zu einem recht sicheren Ort, an dem die Kinder, je nach Alter, auch mal alleine unterwegs sein können.

Da die meisten Personen, die einen Campingplatz anfahren, für mehrere Tage oder sogar Wochen anreisen, entsteht schnell ein guter Kontakt zu den Nachbarn und Kinder finden leicht Spielkameraden.

Campingplätze sind im allgemeinen gut ausgestattet mit Waschhäusern, Einkaufsmöglichkeiten, Restaurants, Spielplätzen, Möglichkeiten zum Wäschewaschen, etc. Es gibt eine Rezeption, wo man Informationen erhalten kann. Auf seinem Platz kann man es sich gemütlich machen, ein Vorzelt aufbauen, Tische und Stühle rausstellen, Grillen, etc.

Contra Campingplatz

Die Kosten für Übernachtungen auf dem Campingplatz sind meist deutlich höher als auf einem Stellplatz. Außerdem muss man zumindest in der Hauptsaison oft schon recht frühzeitig buchen, um noch einen Platz zu bekommen.

Die Anreise ist im Normalfall nur zu festen Zeiten möglich. Oft gibt es eine Mittagsruhe, während der nicht gefahren werden darf und auch am späten Abend und in der Nacht kann nicht angereist werden.
Viele Campingplätze sind im Winter geschlossen.

Pro Stellplatz

Wenn man Stellplätze nutzt, ist man sehr flexibel. Im Normalfall ist keine vorherige Reservierung nötig beziehungsweise meist auch nicht möglich. Die Anreise ist auf den meisten Stellplätzen rund um die Uhr möglich. Nur selten gibt es Einschränkungen bei Anreisen zu später Stunde oder in der Nacht.
Während viele Campingplätze nur in den Sommermonaten geöffnet haben, sind Stellplätze meist das ganze Jahr über nutzbar.

Stellplätze sind im allgemeinen preislich viel günstiger als Campingplätze. Viele Stellplätze können sogar kostenfrei genutzt werden. Bei den Preisen gibt es eine sehr breite Spanne.

Viele Stellplätze sind zentraler gelegen als Campingplätze. Meist liegen sie nah am oder im Stadtzentrum oder nah an Sehenswürdigkeiten. Auch Einkaufsmöglichkeiten sind häufig nicht weit entfernt.

Contra Stellplatz

Teilweise ist die Verweildauer auf Stellplätzen auf wenige Nächte begrenzt. Es lohnt sich, dies vorab zu prüfen, wenn man plant länger zu bleiben.

Die Ausstattung eines Stellplatzes ist oft viel rudimentärer als die eines Campingplatzes. Mit dem Wohnmobil ist man jedoch zumindest eine zeitlang autark und nicht auf den Service der Campingplätze angewiesen. Die Möglichkeit der Ver- und Entsorgung ist aber auf den meisten Wohnmobil-Stellplätzen gegeben.

Viele Stellplätze sind nicht klar abgegrenzt und bewacht, so dass sie nicht so sicher wie Campingplätze sind.

Auf Stellplätzen ist es nicht gestattet ein Vorzelt aufzubauen. Teilweise gibt es auch andere Einschränkungen, zum Beispiel dass nicht gegrillt werden darf.

Bei Stellplätzen muss man flexibler auf die Gegebenheiten reagieren können. Während man beim Campingplatz meist im voraus weiß, was einen erwartet, gibt es unglaubliche Unterschiede bei Stellplätzen. Vom Parkplatz, auf dem man kaum erkennen kann, wo man übernachten soll, zum Luxus-Stellplatz, der einem Campingplatz an Ausstattung nicht nachsteht. Von Stellplatz zu Stellplatz ist es auch sehr unterschiedlich wie man sich anmeldet, wie und wo bezahlt wird, etc.

Eure Meinung

Wo übernachtet Ihr lieber? Auf dem Campingplatz oder lieber auf einem Wohnmobil-Stellplatz? Wie sind Eure Erfahrungen?

Campingplatz vs Stellplatz

Ein Wohnmobil-Blog in Corona-Zeiten – Fortsetzung

Fast drei Monate ist es her, seit ich meinen Beitrag “Ein Wohnmobil-Blog in Corona-Zeiten” geschrieben habe. Damals waren wir im Teil-Lockdown und ich hatte die Hoffnung, dass die Einschränkungen bald gelockert werden und wir wieder reisen können. Einige Wochen später sieht es nun leider überhaupt nicht besser aus. Wir haben seit langem einen richtigen Lockdown. Es ist noch kein Ende in Sicht, obwohl der Frühling naht. Aktuell ist gerade schon wieder eines der Kinder in Quarantäne. Unsere dritte Quarantäne in den letzten Monaten.

Für mich wird es immer schwieriger meinen Blog weiter zu schreiben. Wie schreibt man einen Wohnmobil-Blog in Corona-Zeiten? Es gibt keine neuen Reisen, über die ich berichten kann. Es gibt zwar noch einige Stellplätze, die ich gerne vorstellen würde, ich habe aber keine Fotos von ihnen. Damals als wir die Stellplätze besucht haben, hatte ich meinen Blog noch nicht begonnen. Der Plan war ja eigentlich, dass wir viel umher reisen und ich dann brandaktuell von den Stellplätzen berichten kann, die wir besucht haben.

Gerade jetzt wo das Wetter schöner wird, können wir es kaum noch erwarten, endlich wieder losfahren zu können. Es müssen ja keine Auslandsreisen sein (auch wenn das natürlich sehr schön wäre), aber wenn wir wenigstens wieder innerhalb Deutschlands herumreisen könnten. Unsere ältere Tochter kennt Wohnmobilreisen ja schon länger, aber die Kleine muss sich vermutlich erst nochmal neu daran gewöhnen, nach der langen Pause. Ich habe so Sehnsucht nach unserem Wohnmobil, dass ich schon überlegt habe, einfach mal einen Wohnmobiltag einzulegen, an dem wir Zeit im Wohnmobil verbringen, dort gemütlich essen, das alles aber ohne mit dem Wohnmobil zu fahren.

Wir scharren auf jeden Fall schon mit den Hufen und werden wohl gleich losfahren, wenn es wieder möglich ist. Vermutlich keine langen Fahrten, aber schon kleinere Wochenendausflüge in der näheren Umgebung wären eine super Abwechslung. Mal wieder die Familie besuchen, zu einem nahe gelegenen Tierpark fahren, einfach mal aus dem Haus rauskommen in die Natur.

Wie steht es also aktuell um meinen Wohnmobil-Blog in dieser Corona-Zeit? Ich bleibe optimistisch, werde weiterhin wöchentlich einen Beitrag posten und kann Euch hoffentlich möglichst bald wieder auf unsere Reisen mitnehmen und Euch neue Anregungen für Eure Wohnmobilreisen mit Kindern geben. Wir freuen uns schon sehr darauf!

Wie geht es Euch damit nicht reisen zu können? Plant Ihr schon Eure nächsten Reisen? Oder wartet Ihr lieber erst mal noch ab?

Blog und Corona

Planung der Wohnmobilreise

Wie geht Ihr bei Eurer Planung der Wohnmobilreise vor? Überlegt Ihr Euch alle Ziele im Voraus? Hier erfahrt Ihr, wie wir unsere Reiseplanung machen.

Reiseplanung, als wir noch zu zweit waren – Kurze Fahrten

Als wir noch zu zweit mit dem Wohnmobil unterwegs waren, haben wir uns bei kürzeren Reisen meist einfach treiben lassen. Planung der Wohnmobilreise? War damals für uns nicht nötig. Wir haben uns einfach überlegt, in welche Richtung es gehen soll oder wo das Wetter gut ist. Dann sind wir losgefahren und haben, wenn absehbar war, dass wir nicht mehr lange fahren wollen, spontan während der Fahrt mithilfe von Stellplatz-Apps oder Stellplatz-Führern nach Übernachtungsorten gesucht. Das hat bis auf wenige Ausnahmen immer super funktioniert. Wenn kein Stellplatz in der Nähe war, haben wir auf öffentlichen Parkplätzen übernachtet.

Lange Fahrten zu zweit

Lange Fahrten haben wir normalerweise vorab geplant. Wir haben aber nie vorher auf Campingplätzen reserviert, sondern haben uns nur vorab schöne Stellplätze oder Campingplätze rausgesucht, die wir dann aufgesucht haben, wenn es gepasst hat. Wir waren hier aber flexible. Wenn wir doch Lust hatten, schon weiter zu fahren, haben wir einen Stellplatz übersprungen. Oder wenn wir unterwegs auf einen anderen schönen Übernachtungsort gestoßen sind, haben wir diesen genommen, statt uns an den Urspungsplan zu halten. So haben wir unter anderem wunderschöne Reisen durch Schweden, Norwegen und Finnland oder auch durch Frankreich und Italien erlebt.

Zur Planung der Wohnmobilreise haben wir uns unter anderem Reiseberichte anderer Wohnmobilisten im Internet oder Reiseliteratur angesehen. Die ausgewählten Stellplätze, die wir auf jeden Fall besuchen wollten, haben wir über ein Programm auf dem Computer in unser Navi geladen. So hatten wir eine Art roten Faden für die Reise.

Selbst bei sehr langen Reisen haben wir aber manchmal auch spontan die komplette Reise umgeworfen, wenn die Wettervorhersagen für unser ursprüngliches Reiseziel nicht gut waren. Das ist ja das Schöne am Reisen mit dem Wohnmobil. Ist das Wetter in Südfrankreich nicht gut gemeldet, fährt man einfach nach Italien oder zu einem anderen Ziel. Sein Zuhause hat man ja immer dabei und man kommt auch meist gut zurecht, ohne vorab Reservierungen zu machen. Ohne Kinder haben wir die Schul-Sommerferien natürlich immer gemieden.

Reiseplanung für kurze Fahrten mit den Kindern

Mit den Kindern sind wir weniger spontan als früher. Dennoch versuchen wir, weiterhin nicht alles im voraus zu planen. Die Planungszeit zu Hause kommt mit den Kindern häufig eh zu kurz 🙂
Da wir mit den Kindern keine lange Fahrten mehr am Stück machen wollen, sind wir dazu übergegangen, uns immer vor Beginn der Fahrtstrecke zu überlegen, wie lange wir etwa fahren wollen und welche Stellplätze dann in Frage kämen. Meist fahren wir nur am Vormittag und versuchen gegen Mittag schon am nächsten Übernachtungsort anzukommen. So ist es für uns mit den Kindern viel entspannter.
Wir sind jetzt auch wählerischer bei der Stellplatzwahl geworden, da wir nun Stellplätze bevorzugen, die im Grünen liegen, einen Spielplatz in der Nähe haben oder sonstige Attraktionen für Kinder.

Reiseplanung für längere, weitere Fahrten

Richtig weite, lange Reisen haben wir bisher mit den Kindern noch gar nicht gemacht. Eigentlich hatten wir eine zweimonatige Spanienreise 2020 geplant, die dann aber durch die Corona-Einschränkungen leider entfallen musste.
Unsere längste Fahrt war, als es nur unsere Große gab, nach Rom zu einer Hochzeit. Damals haben wir uns für die Fahrt drei Wochen lang Zeit genommen, was gut funktioniert hat. Übernachtet haben wir fast jede Nacht an einem anderen Ort. Wir hatten einen Stellplatz- und Campingführer mit und haben uns meist am Vorabend entschieden, wohin es am nächsten Tag gehen soll.
Sonst waren wir mit Kindern bisher nur innerhalb Deutschlands unterwegs und mehrmals auf unserem Lieblings-Campingplatz in den Niederlanden. Hier müssen wir immer sehr frühzeitig reservieren, da sonst die guten Plätze alle schon belegt sind.

Falls Euch interessiert, wie wir für die Wohnmobilreise packen, guckt doch mal hier vorbei. Unsere Packliste findet Ihr auch auf dem Blog unter diesem Link.

Habt Ihr Tipps? Wie geht Ihr bei der Planung der Wohnmobilreise vor?

Reiseplanung mit Kindern

3D-Druck fürs Wohnmobil

Wir versuchen unser Wohnmobil nach und nach immer besser auszustatten. Anfangs hat mein Mann vor allem Dinge aus Holz gebaut, um den Platz im Wohnmobil optimal nutzen zu können. Seitdem er einen 3D-Drucker hat, hat er schon sehr vieles gedruckt, was sehr nützlich ist.
Ich muss zugeben, anfangs stand ich der Anschaffung eines 3D-Druckers recht skeptisch gegenüber, mittlerweile haben wir zwei, die phasenweise beide rund um die Uhr am Drucken sind. Vieles für unser Haus, aber der 3D-Druck fürs Wohnmobil nimmt zu. So kritisch ich am Anfang war, so glücklich bin ich mittlerweile über die vielen tollen Sachen, die mein Mann druckt.

Flaschenhalter neben dem Fahrersitz

Neben dem Fahrersitz gibt es in unserem Wohnmobil eine Flaschenhalterung. Diese ich jedoch leider nicht geeignet für die Flaschen, die wir üblicherweise bei der Fahrt dabei haben. Sie ist zu klein. Daher hat mein Mann eine Art Adapter gedruckt, der in die vorhandene Flaschenhalterung gesteckt wird. Er bietet nun Halt für die Flaschen, die wir mitnehmen.

Adapter für den Flaschenhalter im Wohnmobil
Adapter für den Flaschenhalter im Wohnmobil – gedruckt mit dem 3D-Drucker

Schuh-Aufhängungen

Wie bereits in meinem Beitrag zur Unterbringung von Schuhen im Wohnmobil vorgestellt (hier der Link), haben wir 3D-gedruckte Schuhhalterungen im Eingangsbereich unseres Wohnmobils. Hier können wir fünf Paar Schuhe aufhängen, die dann nicht auf dem Boden im Weg rumstehen.

Schuh-Halterung Wohnmobil
3D-gedruckte Schuhhalterung fürs Wohnmobil

Rausfallschutz für Ablagefächer

Unser Wohnmobil hat über der Dinette zwei Fächer, in denen wir unter anderem Notizblöcke und Papier unterbringen. Leider sind diese Fächer so konzipiert, dass man nur maximal einen Block dort unterbringen kann während der Fahrt. Legt man mehr Papiere hin, besteht die Gefahr, dass sie in einer Kurve runterfallen. Die vorhandene Kante ist nicht hoch genug und außerdem ist die Ablagefläche gerade so nicht tief genug für Papiere in A4. Sie ragen etwas einen halben Zentimeter über die vorhandene Kante hinaus.
Als wir noch zu zweit unterwegs waren, war das noch nicht problematisch. Aber nachdem erstmals etwas von oben auf unser darunter in der Babyschale liegendes Baby fiel, musste eine Lösung her. Mein Mann hat uns daher kleine Halterungen gedruckt, die es uns ermöglichen, jetzt mehr Papier, Blöcke, Zeitschriften oder ähnliches dort unterzubringen, ohne dass es rausfallen kann.

Halterung für Papier und Zeitschriften im Wohnmobil.
Halterung für Papier und Zeitschriften im Wohnmobil

Badezimmerschränke

Bei unseren Badezimmerschränken hatten wir häufig das Problem, dass uns nach der Fahrt Dinge entgegen fielen, wenn wir die Schränke öffneten. Nun haben wir kleine Halterungen für einen Gummizug, der die Dinge sicher an ihrem Platz hält. Die Gummizüge wären nicht stabil genug, um die Sachen bei geöffneter Schranktür während der Fahrt zu halten, aber sie reichen aus, dass einem die Cremetuben, Shampoo, etc. nicht mehr entgegen kommen, wenn man die Tür nach der Ankunft öffnet.

3D gedruckte Halterung Badezimmerschrank
Halterung für den Inhalt des Badezimmerschrankes im Wohnmobil

Klappen-Halterung

In unserem vollintegrierten Wohnmobil haben wir neben dem Beifahrersitz keine Tür sondern einen kleinen Stauraum. Diesen erreicht man über eine Klappe, die sich nach oben öffnen lässt. Es war immer sehr lästig etwas dort heraus zu holen, weil die Klappe immer wieder zufiel, wenn man sie nicht mit einer Hand offen halten konnte. Nun haben wir eine Halterung, mit der man die Klappe offenhalten kann.
Wir haben aber auch schon festgestellt, was wir daran hätten besser machen können. Sie ist aus PLA gedruckt. Da die Heizung nah an der Halterung verläuft, hat sie sich durch die Hitze etwas gewölbt. Hier wäre es besser gewesen, wir hätten PETG oder ABS beim Druck genutzt.

gedruckte Halterung für eine Klappe im Wohnmobil
3D-Druck fürs Wohnmobil: Klappe im Wohnmobil

Halterungen, um die Türen offen zu halten.

Damit uns die Aufbautür und die Garagentür bei Wind nicht zufallen, haben wir kleine gedruckte Halterungen, die man auf die Öldruckdämpfer der Tür klemmen kann. Dadurch bleiben die Türen sicher offen stehen. Gerade wenn die Kinder alleine im Türbereich sind, ist es für uns beruhigend zu wissen, dass sie nicht plötzlich die Tür abbekommen können, wenn der Wind dagegen bläst.

Halterung Wohnmobiltür
Halterung, um die Wohnmobiltür offen zu halten (von oben auf den Öldruckdämpfer geklickt)

Klemmvorrichtung für Brett an der offenen Wohnmobiltür

Um zu verhindern, dass unsere Kleine bei geöffneter Wohnmobiltür nach draußen fällt, können wir ein Brett in die Tür klemmen. Die Klemmvorrichtung ist 3D-gedruckt. Hierzu gibt es hier einen eigenen Blog-Beitrag.

Kindersicherung an der Wohnmobiltür
3D-gedruckte Klemmvorrichtung für das Brett an der Wohnmobiltür

Halterungen für Utensilien

Damit manche Dinge im Wohnmobil am dafür vorgesehenen Platz bleiben, haben wir hierfür gedruckte Halterungen. Unter anderem eine, um den Fensterabzieher zu fixieren, damit er während der Fahrt nicht durch die Gegend fällt.

Geräte Halterung fürs Wohnmobil
Geräte-Halterung fürs Wohnmobil aus dem 3D Drucker

Halterung für Windbrett

Wir haben einen kleinen Gaskocher, den man im Freien nutzen kann. Wir hatten ihn aber nur sehr selten benutzt, weil uns der Wind ständig in die Flamme wehte und sie entweder ausblies oder den Kochvorgang verzögerte. Immer etwas um den Kocher herum zu stellen, war sehr lästig und manchmal hielten die Bauten auch nicht. Jetzt haben wir gedruckte Halterungen für ein Brett, welches neben anderen Funkionen beim Kochen im Verbindung mit diesen Halterungen als Windschutz dient. Jetzt können wir endlich außen ungestört kochen.

Windbrett-Halterung
3D-gedruckte Halterung für das Windbrett

Schaltkasten unter dem Wohnmobil

Bei unserem Wohnmobil ist eigentlich vorgesehen, dass man, um Grauwasser abzulassen, einen Hebel innen im Wohnmobil unter einer Klappe im Fußboden umlegen muss. Wenn wir zusammen unterwegs sind, habe ich das immer gemacht. Es hat meinen Mann aber immer gestört, dafür nach hinten ins Wohnmobil gehen zu müssen, wenn er alleine unterwegs ist, was häufig der Fall ist. Daher hat er sich alles so umgebaut, dass er das Grauwasser nun auf Knopfdruck vorne im Fahrerhaus ablassen kann. Zusätzlich sollte es die Möglichkeit geben, direkt am Grauwasserstutzen das Ventil zu öffnen, falls man einmal mit einem mobilen Grauwassertank entsorgen muss. Hierfür und für die Verdrahtung hat er den Schaltkasten bestehend aus Deckel und Kasten (aus PETG), gedruckter Dichtlippe (aus TPU) und Edelstahlschrauben mit Messing-Inlays M3, gebaut.

Box unter Wohnmobil
3D-Druck fürs Wohnmobil: Schaltkasten unter dem Gefährt

Halterung für eine Dachluke

Noch nicht umgesetzt, aber bereits in Planung ist eine Halterung, um eine unserer Dachluken befestigen zu können. Wir haben über dem Kochbereich eine Dachluke, die sehr windempfindlich ist. Wir hatten schon zweimal bei sehr starkem Wind Angst, diese Luke würde uns abfliegen. Um zu verhindern, dass der Wind von hinten unter die Luke greift, mussten wir in der Nacht das Wohnmobil mehrmals umparken, wenn der Wind gedreht hat. Das wollen wir mithilfe einer 3D-gedruckten Halterung plus Windspoiler ändern.

Entwurf für die Halterung


Nutzt Ihr einen 3D-Drucker? Was macht Ihr damit? Nutzt Ihr auch schon 3D-Druck fürs Wohnmobil?

3D-Druck fürs WoMo

Ein Wohnmobil-Blog in Corona-Zeiten

Der Start meines Blogs

Die Idee, einen Blog über Wohnmobilreisen mit Kindern zu starten, hatte ich bereits vor mehr als drei Jahren. Ich habe mich damals aber nicht so richtig getraut, ihn zu beginnen, da ich dachte, nicht genug schreiben zu können, was andere Menschen interessiert. Irgendwann habe ich die Idee verworfen. Im August diesen Jahres habe ich dann doch den Mut gefasst und den Blog einfach begonnen. Das war nach dem ersten Corona-Lockdown und wir waren gerade mit dem Wohnmobil auf einem wunderschönen Campingplatz in den Niederlanden. Ich habe taggeträumt, wie wir dann in Zukunft ständig mit dem Wohnmobil unterwegs sein werden, viele Stellplätze testen, wunderschöne Reisen und Ausflüge unternehmen, etc. Kurz nach dem Start meines Blogs wurde klar, dass das wohl erst mal nicht so geht. Wir haben erneut massive Einschränkungen beim Reisen durch Maßnahmen zur Eindämmung des Corona-Virus. Unser Wohnmobil steht viel ungenutzt vor dem Haus. Wie geht es nun weiter mit dem Wohnmobil-Blog in Corona-Zeiten?

Meine Einstellung zu den Corona-Einschränkungen

Ich halte Wohnmobilreisen für sehr sicher in Corona-Zeiten. Zumindest wenn man so reist, wie wir es meist tun. Im Wohnmobil sind wir unter uns. Wir gehen normalerweise nicht essen, sondern versorgen uns selbst. Wir kommen also auch nicht in Restaurants in Kontakt mit anderen Menschen. Da wir normalerweise viele Vorräte mitnehmen, sind wir auf kurzen Reisen auch nicht gezwungen, vor Ort einkaufen zu gehen. Wenn wir spazieren gehen oder radfahren, haben wir genügend Abstand zu anderen Personen.
Was für uns aktuell selbstverständlich ist: Wir würden nicht in ausländische Risikogebiete reisen und vermeiden Orte mit Menschenansammlungen. Aber Reisen in der näheren Umgebung in der freien Natur? Warum sollten wir nicht verreisen, wenn so keinerlei Ansteckungsrisiko besteht?

Auf der anderen Seite habe ich auch Verständnis für das Argument vieler Leute, dass wir alle zusammen halten sollen, und es unfair ist, wenn die Wohnmobilisten frei reisen können, während alle Leute, die auf Hotels oder andere Unterkünfte angewiesen sind, zu Hause bleiben müssen. Aber kann man es je komplett ausgeglichen / fair machen? Wer eine Ferienwohnung oder ein Ferienhaus besitzt, kann diese ja zum Beispiel auch noch besuchen (zumindest im Inland).

Schließung von Stellplätzen

Mit der generellen Schließung von Stellplätzen tue ich mich sehr schwer. Wir zum Beispiel nutzen unser Wohnmobil nicht nur zu touristischen Zwecken. Mein Mann benutzt es des Öfteren für Dienstreisen oder andere zwingende Termine, für die eine Übernachtung nötig ist. Auch Familienbesuche machen wir üblicherweise mit unserem Wohnmobil. Hier ist sicherlich eine Unterscheidung nötig. Außerdem gibt es auch Menschen, die im Wohnmobil leben und keine andere Bleibe haben. Was sollen sie machen? Wir haben uns mit Leuten unterhalten, die ihm Wohnmobil leben und im ersten Lockdown massive Schwierigkeiten hatten.

Wir kommen kurze Zeit auch ohne Stellplätze oder Campingplätze aus, aber wenn die Wohnmobil-Toilette voll ist, muss sie irgendwo entleert werden und das geht nicht auf einem normalen Parkplatz. Das ist für uns meist der erste Grund, dass wir einen Stellplatz aufsuchen. Wenn wir länger unterwegs sind, müssen wir auch Grauwasser ablassen, neues Wasser tanken oder das Wohnmobil an den Strom anschließen.

Was bedeutet das für meinen Wohnmobil-Blog?

Pause für meinen Wohnmobil-Blog in Corona-Zeiten? Nein! Ich habe vor, trotz des aktuellen Teil-Lockdowns wöchentlich einen Blog-Beitrag zu posten. Ich merke aber, dass dies nur unter erschwerten Bedingungen möglich ist. Zum Glück kann ich auf viele Jahre Wohnmobil-Erfahrung zurückgreifen, so dass mir die Themen bisher nicht ausgegangen sind. Aber besonders das Vorstellen von Stellplätzen gestaltet sich so viel schwieriger als geplant. Eigentlich wollten wir Stellplätze besuchen, dort schöne Fotos machen, uns alles anschauen und dann direkt darüber berichten. So muss ich aktuell auf alte Fotos zurückgreifen und aus meiner Erinnerung schreiben. Daher gibt es aktuell auch nur ein Foto pro Stellplatz. Wenn wir wieder mehr reisen, werde ich wahrscheinlich die Beiträge in Zukunft dann um weitere Fotos ergänzen. Mein Wohnmobil-Blog geht auch in Corona-Zeiten weiter. Hoffen wir, dass die Einschränkungen bald vorbei sind.

Wie seht Ihr das ganze? Fahrt Ihr mit dem Wohnmobil weg beziehungsweise würdet Ihr mit dem Wohnmobil wegfahren, wenn Ihr eines hättet? Befürwortete Ihr die Schließung von Stellplätzen?

Blog in Corona-Zeiten