Wohnmobil auf Hubstützen

Ein Wohnmobil-Blog in Corona-Zeiten

Der Start meines Blogs

Die Idee, einen Blog über Wohnmobilreisen mit Kindern zu starten, hatte ich bereits vor mehr als drei Jahren. Ich habe mich damals aber nicht so richtig getraut, ihn zu beginnen, da ich dachte, nicht genug schreiben zu können, was andere Menschen interessiert. Irgendwann habe ich die Idee verworfen. Im August diesen Jahres habe ich dann doch den Mut gefasst und den Blog einfach begonnen. Das war nach dem ersten Corona-Lockdown und wir waren gerade mit dem Wohnmobil auf einem wunderschönen Campingplatz in den Niederlanden. Ich habe taggeträumt, wie wir dann in Zukunft ständig mit dem Wohnmobil unterwegs sein werden, viele Stellplätze testen, wunderschöne Reisen und Ausflüge unternehmen, etc. Kurz nach dem Start meines Blogs wurde klar, dass das wohl erst mal nicht so geht. Wir haben erneut massive Einschränkungen beim Reisen durch Maßnahmen zur Eindämmung des Corona-Virus. Unser Wohnmobil steht viel ungenutzt vor dem Haus. Wie geht es nun weiter mit dem Wohnmobil-Blog in Corona-Zeiten?

Meine Einstellung zu den Corona-Einschränkungen

Ich halte Wohnmobilreisen für sehr sicher in Corona-Zeiten. Zumindest wenn man so reist, wie wir es meist tun. Im Wohnmobil sind wir unter uns. Wir gehen normalerweise nicht essen, sondern versorgen uns selbst. Wir kommen also auch nicht in Restaurants in Kontakt mit anderen Menschen. Da wir normalerweise viele Vorräte mitnehmen, sind wir auf kurzen Reisen auch nicht gezwungen, vor Ort einkaufen zu gehen. Wenn wir spazieren gehen oder radfahren, haben wir genügend Abstand zu anderen Personen.
Was für uns aktuell selbstverständlich ist: Wir würden nicht in ausländische Risikogebiete reisen und vermeiden Orte mit Menschenansammlungen. Aber Reisen in der näheren Umgebung in der freien Natur? Warum sollten wir nicht verreisen, wenn so keinerlei Ansteckungsrisiko besteht?

Auf der anderen Seite habe ich auch Verständnis für das Argument vieler Leute, dass wir alle zusammen halten sollen, und es unfair ist, wenn die Wohnmobilisten frei reisen können, während alle Leute, die auf Hotels oder andere Unterkünfte angewiesen sind, zu Hause bleiben müssen. Aber kann man es je komplett ausgeglichen / fair machen? Wer eine Ferienwohnung oder ein Ferienhaus besitzt, kann diese ja zum Beispiel auch noch besuchen (zumindest im Inland).

Schließung von Stellplätzen

Mit der generellen Schließung von Stellplätzen tue ich mich sehr schwer. Wir zum Beispiel nutzen unser Wohnmobil nicht nur zu touristischen Zwecken. Mein Mann benutzt es des Öfteren für Dienstreisen oder andere zwingende Termine, für die eine Übernachtung nötig ist. Auch Familienbesuche machen wir üblicherweise mit unserem Wohnmobil. Hier ist sicherlich eine Unterscheidung nötig. Außerdem gibt es auch Menschen, die im Wohnmobil leben und keine andere Bleibe haben. Was sollen sie machen? Wir haben uns mit Leuten unterhalten, die ihm Wohnmobil leben und im ersten Lockdown massive Schwierigkeiten hatten.

Wir kommen kurze Zeit auch ohne Stellplätze oder Campingplätze aus, aber wenn die Wohnmobil-Toilette voll ist, muss sie irgendwo entleert werden und das geht nicht auf einem normalen Parkplatz. Das ist für uns meist der erste Grund, dass wir einen Stellplatz aufsuchen. Wenn wir länger unterwegs sind, müssen wir auch Grauwasser ablassen, neues Wasser tanken oder das Wohnmobil an den Strom anschließen.

Was bedeutet das für meinen Wohnmobil-Blog?

Pause für meinen Wohnmobil-Blog in Corona-Zeiten? Nein! Ich habe vor, trotz des aktuellen Teil-Lockdowns wöchentlich einen Blog-Beitrag zu posten. Ich merke aber, dass dies nur unter erschwerten Bedingungen möglich ist. Zum Glück kann ich auf viele Jahre Wohnmobil-Erfahrung zurückgreifen, so dass mir die Themen bisher nicht ausgegangen sind. Aber besonders das Vorstellen von Stellplätzen gestaltet sich so viel schwieriger als geplant. Eigentlich wollten wir Stellplätze besuchen, dort schöne Fotos machen, uns alles anschauen und dann direkt darüber berichten. So muss ich aktuell auf alte Fotos zurückgreifen und aus meiner Erinnerung schreiben. Daher gibt es aktuell auch nur ein Foto pro Stellplatz. Wenn wir wieder mehr reisen, werde ich wahrscheinlich die Beiträge in Zukunft dann um weitere Fotos ergänzen. Mein Wohnmobil-Blog geht auch in Corona-Zeiten weiter. Hoffen wir, dass die Einschränkungen bald vorbei sind.

Wie seht Ihr das ganze? Fahrt Ihr mit dem Wohnmobil weg beziehungsweise würdet Ihr mit dem Wohnmobil wegfahren, wenn Ihr eines hättet? Befürwortete Ihr die Schließung von Stellplätzen?

Blog in Corona-Zeiten

2 Gedanken zu „Ein Wohnmobil-Blog in Corona-Zeiten“

  1. Wir wollten am 26. Dezember für eine Woche an die Nordsee fahren. Lange Spaziergänge an der frischen Luft am Meer, Kontakt auf uns zwei im Womo beschränkt, mal zum Einkaufen gehen mehr nicht. Wenn es jetzt aber doch zum totalen Lockdown kommen sollte, sind wir unsicher ob diese Reise wirklich notwendig ist. Was ist notwendig? Um was geht es uns? Wohnmobil bewegen? Spaziergang daheim ist genauso möglich. Viele Fragen………

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